Kapitallebensversicherung
Die Kapitallebensversicherung ist eine Lebensversicherung (also die Absicherung für den Todesfall) bei gleichzeitiger Kapitalbildung für den erlebensfall. Das Kapital wird dabei aus den gezahlten Beiträgen gebildet, wobei zunächst einmal gebühren für Verwaltung und Provision abgezogen werden.
Die zu bezahlenden Leistungen im Erlebensfall bestehen aus zwei Teilen: der Versicherungssumme und den Überschussanteilen. Die Überschussanteile hängen im Wesentlichen davon ab, wie Gut die Versicherung mit dem Geld gewirtschaftet hat. Die Versicherung investiert ja die gezahlten Beiträge in Kapitalanlagen aller Art. Je nachdem wie hoch die Rendite bei diesen Geldgeschäften ist entwickeln sich auch die Überschussanteile. Es lässt sich leider im Vorfeld kaum sagen wie sich die Überschussanteile im Laufe der nächsten Jahrzehnte entwickeln werden, auch wenn man natürlich genau das gerne wissen würde. Kein Mensch kann Ihnen garantieren, dass eine Versicherungsgesellschaft erfolgreich wirtschaften wird. Dennoch gibt es natürlich Versicherer mit Jahrzehntelanger Erfahrung, und genau dort ist Ihr Geld normalerweise auch am besten aufgehoben. Ausserdem ist die Kostenstruktur einer Versicherungsgesellschaft mitentscheidend, denn was nützt es wenn das Geld auf der einen Seite gewinnbringend angelegt wird, auf der anderen Seite aber durch interne Misswirtschaft uneffizient verwertet wird.
Die Versicherungen dürfen übrigens nur etwa 30 % des eingesetzten Kapitals in Aktien anlegen weshalb die Renditen der Kapitallebensversicherungen gegenüber den Aktienmärkten hinterherhinken. Allerdings liegen in den Aktienmärkten nicht nur höhere Chancen, sondern auch höhere Risiken. Die Kapitallebensversicherung ist deshalb als relativ konservative Kapitalanlage zu sehen.
